Fonds | Grundlagen
Für wen sind Fonds sinnvoll ?
Fonds sind grundsätzlich für Anleger sinnvoll, deren Vermögen insgesamt nicht über 30.000 € beträgt. Wenn man die “drei – Säulen – Theorie” beherzigt, sollte das Geld in Aktienfonds und Rentenfonds investiert werden. Die Barreserve kann in täglich verfügbare Geldamarktfonds investiert werden, deren Erträge meist deutlich über Sparbuchzinsen liegen. Es gibt auch noch offene Immobilienfonds, deren Wertentwicklung allerdings sehr gering ist. Der Anleger sollte den größeren Teil seines Geldes in Aktienfonds investieren, da diese auf lange Sicht deutlich besser rentieren.
In letzter Zeit haben zahlreiche Fondsgesellschaften ihre Produkte auch für Sparpläne geöffnet. Diese eignen sich besonders gut zur Altersvorsorge und haben deutliche Vorteile gegenüber Lebensversicherungen. Fondssparpläne sind vielfach auch als vermögenswirksame Leistung anerkannt.
Es gibt über 4.000 verschiedene Fonds
Wer die Wahl hat, hat die Qual. Aber bitte nicht gleich aufgeben. Es ist nämlich gar nicht so schwer, dieses Angebot für die eigenen Bedürfnisse einzugrenzen. Allerdings erfordert es schon einiges professionelle Wissen, den letztendlich richtigen Fonds für sich zu finden. Lassen Sie sich dabei sicherheitshalber noch einmal beraten.
Die fünf größten deutschen Fondsgesellschaften sind:
DWS (gehört zur Deutsche Bank)
DIT (gehört zur Dresdner Bank bzw. Allianz)
ADIG (gehört zur Commerzbank)
DEKA (gehört zu den Sparkassen)
UNION (gehört zu den Volks- und Raiffeisenbanken)
Die größten ausländischen Fondsgesellschaften sind:
Fidelity, Flemings, Templeton, Pioneer
siehe auch Strategie
Sicherheit
Fondsgesellschaften unterliegen strengen gesetzlichen Auflagen, durch das Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften (KAGG). Ihr Anlagegeld ist dadurch sicherer wie in einem Tresor. Natürlich unterliegt die Wertentwicklung des Fonds den Kursschwankungen an den Kapitalmärkten und dem agieren des Fondsmanagement.
Kosten
Das Fondsmanagement will gut bezahlt sein. Dafür verlangt die Fondsgesellschaft einen Ausgabeaufschlag. Dieser kann zwischen 1 und 6% betragen. Der Ausgabeaufschlag wird sofort fällig und ist auf dem Kurszettel die Differenz zwischen Ankauf- (Kaufpreis) und Rückgabekurs (Preis wenn Sie verkaufen). Außerdem wird noch eine Depotbankgebühr erhoben, sie beträgt i.d.R. 0,1% p.a. Die jährliche sogenannte Managementgebühr liegt bei 1,7%. Damit der Fonds also Gewinn abwirft, muss die Performance höher als die Gebühren liegen.
Steuern
Grundsätzlich gilt für Investmentfonds dasselbe Steuerprinzip wie bei der Aktienanlage. D. h. das Kursgewinne nicht versteuert werden müssen, sofern die Spekulationsfrist von einem Jahr gewahrt worden ist bzw. der Gewinn innerhalb eines Jahres € 500,– nicht überschritten hat. Dies betrifft nur Sie als Anleger. Das Fondsmanagement der Gesellschaft ist von der Spekulationssteuer befreit. Das gilt allerdings nur für Fonds, die keine Immobilien im Portefeuille halten.
Natürlich sind Fonds zinsertragssteuerpflichtig. D.h. alle Zins- und Dividendengewinne, die über Ihren Freistellungsauftrag bzw. über 1.421 € für Ledige und 2.842 € für Verheiratete hinaus gehen, müssen versteuert werden.