Börsenlexikon
Wie kaufe ich Aktien ?
Um Aktien kaufen zu können, müssen Sie zunächst ein Depot einrichten. Dies können Sie entweder bei Ihrer Hausbank oder aber bei einer Direktbank eröffnen. Der entscheidende Unterschied liegt im Preis. Während bei filialbetriebenen Geschäftsbanken und Sparkassen etwa 1 % bzw. mindestens 25 Euro des Orderbetrags verlangt wird, verlangen Direktbanken etwa die Hälfte. Bekannte Direktbanken sind: Bank 24, eine Tochter der Deutsche Bank, Comdirectbank, Tochter der Commerzbank, Advance Bank Tochter der Dresdner Bank. Billigster Anbieter ist Consors, die zur Schmidt – Bank – Gruppe gehört. Allerdings bieten Direktbanken i.d.R. keine Beratung. Andererseits sind die Geschäftsbanken mittlerweile durchaus verhandlungsbereit, wenn Sie denen die Konditionen der Direktbanken vorhalten.
Kauforder – billigst oder limitiert
Nachdem Sie nun also BesitzerIn eines Depots sind, sollte dieses auch mit verschiedenen Aktien gefüllt werden. Der Kauf von Aktien wird als Kauforder bezeichnet. Sind Sie nur bereit einen bestimmten Preis für eine Aktie zu bezahlen, so nennen Sie die Preisgrenze. Sie setzen also ein Limit. Eine limitierte Order kann entweder tagesgültig für den laufenden oder nächsten Handelstag aufgegeben werden oder bis zum Monatsende, also per Ultimo. Die unlimitierte Order wird mit “billigst” bezeichnet. Diese Art zu ordern ist aber sehr gefährlich. Zwei Beispiele anhand von Coca – Cola einmal mit Limit und einmal billigst. Der angenommene, letzte Kurs beträgt in Frankfurt 50 Euro:
1. Beispiel: “Bitte kaufen Sie für mich “billigst”, 100 Coca – Cola mit der Wertpapierkennnummer (WKN) 850663, in Frankfurt
2. Beispiel: “Bitte kaufen Sie für mich 100 Coca – Cola mit der WKN 850663 in Frankfurt, limitiert per Ultimo zu 50 Euro
1. Beispiel: “Bitte kaufen Sie für mich “billigst”, 100 Coca – Cola mit der Wertpapierkennnummer (WKN) 850663, in Frankfurt
2. Beispiel: “Bitte kaufen Sie für mich 100 Coca – Cola mit der WKN 850663 in Frankfurt, limitiert per Ultimo zu 50 Euro
Überraschenderweise eröffnet am nächsten Handelstag Coca – Cola zu 200 Euro. Die “Billigst-Order” wird ausgeführt und sehr teuer: 20.000 Euro, ohne Gebühren. Die limitierte Order bleibt unberücksichtigt. Ein paar Tage später fällt Coca – Cola auf 45 Euro. Jetzt wird die limitierte Order ausgeführt. Kosten ohne Gebühren: 4500 Euro. Sie haben in diesem Beispiel nicht nur Kosten gespart, sondern auch einen Kursverlust von 15.500 Euro vermieden.
Was ist eine Dividende ?
Die Dividende ist der Teil des Gewinns den ein Unterehmen pro Aktie an den Aktionär auszahlt. Vorausgesetzt Sie haben einen Freistellungsauftrag bei Ihrer Bank erteilt, wird die bereits abgezogene Körperschaftssteuer in Höhe von 3/7 ebenfalls vergütet. Das bedeutet, das auf Ihre Dividende etwa die Hälfte drauf geschlagen wird. Die Dividendenhöhe wird auf der Hauptversammlung des Unternehmens beschlossen und entweder quartalsmäßig oder einmal im Jahr ausgezahlt. Dividendenzahlungen werden vom Kurs abgezogen. Auf dem Kurszettel wird dies durch Exdiv = Ex Dividende zum Ausdruck gebracht. Die Höhe der Dividende sagt aber nichts über die Qualität der Aktie aus. Microsoft beispielsweise, zahlt überhaupt keine Dividende, trotzdem hat sich der Kurs in den letzten Jahren jährlich verdoppelt. Andere Firmen zahlen Dividende, obwohl das Jahresergebnis Verluste ausweist. Hier wird die Dividende nicht aus dem Gewinn bezahlt, sonderen aus Rückstellungen oder dem Eigenkapital. Das ist meist ein schlechtes Zeichen. Ein solches Unternehmen lebt von der Substanz und schmälert dadurch erheblich seine Investitionstätigkeiten, um den Verlusten zukünftig etwas entgegen zu setzen.